„Mei­ne See­le dürs­tet nach Gott“, die­ses Psalm­wort hat der Motet­ten­kreis als Leit­mo­tiv für den Even­song am Ewig­keits­sonn­tag gewählt. Es ist ein Vers aus Psalm 42, den Carl Mül­ler­har­tung für Chor, Solo­so­pran und Orgel ver­tont hat. Eine wei­te­re Psalm­ver­to­nung — zu Psalm 126 — wird von Richard Bart­muß zu hören sein: „Die mit Trä­nen säen“ . Bei­de Kom­po­nis­ten zäh­len zu den heut­zu­ta­ge wenig bekann­ten und waren doch zeit­le­bens wich­ti­ge und geschätz­te Per­sön­lich­kei­ten – Carl Mül­ler­har­tung grün­de­te die heu­ti­ge Hoch­schu­le für Musik Franz Liszt Wei­mar und wirk­te als Kir­chen­mu­si­ker in Eisen­ach und Wei­mar. Er pfleg­te eine rege Zusam­men­ar­beit mit Franz Liszt und über­nahm in eini­gen Fäl­len die Ein­stu­die­rung der Chö­re für des­sen Auf­füh­run­gen. Auch Richard Bart­muß war mit Franz Liszt bekannt. Neben sei­ner Tätig­keit als Hof­or­ga­nist in Dres­den unter­rich­te­te er an der Aka­de­mie der Küns­te in Köthen. Als Kom­po­nist wid­me­te er sich ins­be­son­de­re der Kir­chen­mu­sik.

Am Ende des Even­songs erklingt das „Agnus Dei“ aus der Peti­te Mes­se Solen­nel­le von Gioa­chi­no Ros­si­ni. Caro­la Nikodem-Liebethal (Alt) und Anja Oster­k­em­per (Sopran) über­neh­men die solis­ti­schen Par­tien an die­sem Abend.

Orgel­wer­ke von Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy , gespielt von Chor­lei­te­rin und Orga­nis­tin Annet­te Drengk, ergän­zen die Chor­stü­cke.

Pfar­rer Alex­an­der Mee­se gibt dem Even­song zum Ewig­keits­sonn­tag mit Tex­ten und Gebe­ten einen lit­ur­gi­schen Rah­men.