Manch­mal scheint der Win­ter kein Ende zu neh­men und es sieht aus, als wür­de die Son­ne gar nicht mehr wie­der­kom­men wol­len. Als hät­te der Früh­ling sein Ver­pre­chen gebro­chen und sich dazu ent­schie­den, nie­mals wie­der­zu­kom­men. Als wür­de die Käl­te und Düs­ter­heit des Win­ters für immer blei­ben und sich wie ein Schlei­er über unser Land legen. Als wür­de kei­ne Blu­me mehr blü­hen wol­len oder als wür­de kein Vogel mehr sin­gen wol­len. Als wür­de die Wär­me nie wie­der unse­re Gesich­ter küs­sen wol­len. Als wür­de kein Fluss mehr flie­ßen wol­len und als wür­de sich kein Licht­strahl mehr trau­en, die Dun­kel­heit zu durch­bre­chen. Als wür­de die Natur nicht mehr aus ihrem Tief­schlaf erwa­chen wol­len und als wür­den die Vögel gar nicht mehr aus dem Süden zurück­kom­men wol­len. Es scheint, als wür­de die Erde sich gar nicht mehr dre­hen. Es geht ein­fach nicht mehr wei­ter. Doch inmit­ten der eisi­gen Stil­le war­tet die Hoff­nung, ver­bor­gen in unse­ren Her­zen. Und dann, eines Tages, bricht der Früh­ling her­vor, wie der ers­te Licht­strahl, der die Dun­kel­heit durch­bricht. Die Natur erwacht­aus ihrem Tief­schlaf, die ers­ten Knos­pen bre­chen her­vor und die Vögel sin­gen ihre fröh­li­chen Lie­der. Der Win­ter ist doch noch zu Ende gegan­gen. Die Son­ne ist wie­der da. Es wird wär­mer. Hel­ler. Die Blu­men blü­hen wie­der, das Gras wird grü­ner, die Vögel zwit­schern end­lich. Die Flüs­se flie­ßen. Die Natur ist hell­wach. Denn der Früh­ling bricht sein Ver­spre­chen, wie­der­zu­kom­men, nie­mals. Es ist ein Zei­chen, dass das Leben wei­ter­geht und dass die schlech­ten Pha­sen nicht von Dau­er sind. Denn genau­so wie der Win­ter dem Früh­ling weicht, so weicht auch die Dun­kel­heit dem Licht. In die­sem Wan­del liegt die Bot­schaft Got­tes, die uns immer beglei­tet. Er ist wie ein war­mer Son­nen­strahl, der unse­re Her­zen berührt und uns Hoff­nung schenkt. Er ist da, um uns durch die kal­ten Zei­ten zu tra­gen und uns zu zei­gen, dass das Leben immer wie­der neue Chan­cen bie­tet. Denn in jedem Aublü­hen der Natur und in jedem Lied der Vögel spü­ren wir die Gegen­wart Got­tes. Er ist die Quel­le unse­res Lebens, der uns immer wie­der zeigt, dass der Früh­ling kommt und das Leben wei­ter­geht. Aimee, 15 Jah­re