Motettenkreis Werne
immer Dienstags, 20:00 Uhr im Martin-Luther-Zentrum, Werne

Chorleiter Rainer Kamp
Vorsitzende Marie Voss, Tel.: 02599-759790

„Gott und die Götter“ – Chor- und Orchesterkonzert im Kolpingsaal Werne

Der „Motettenkreis Werne“ wird in Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester „Kamerata Lupia“ unter der Leitung von Kantor Rainer Kamp in einem Chor- und Orchesterkonzert die Lyrische Suite „Förklädd Gud“ (Gott in Verkleidung) des schwedischen Komponisten Lars-Erik Larsson (1908-1986) zur Aufführung bringen. Ergänzt wird das Programm durch das „Schicksalslied“ und die „Vier ernsten Gesänge“ von Johannes Brahms.

Der „Motettenkreis Werne“ blickt auf eine fast 50jährige Aufführungstradition großer Werke der geistlichen Musik zurück und ist erster Träger des Kulturpreises der Stadt Werne. Die „Kamerata Lu-opia“ besteht aus professionellen Musikern der westfälischen Region und hat es sich zur Aufgabe ge-macht, qualifizierte Aufführungen anspruchsvoller Chormusik in Hamm und Werne zu unterstützen.

Die beiden Gesangssolisten Anna-Kristina Naechster und Johannes Schwarz stammen aus Hamm bzw. Werne und haben nach abgeschlossenem Hochschulstudium eine erfolgreiche Konzerttätigkeit aufgenommen. Die Rezitation des zugrundeliegenden Gedichtes übernimmt Pfarrer Alexander Meese.

Das Konzert, das am 15. November 2020 um 17 Uhr im Kolpingsaal Werne erfolgen soll, steht unter dem Leitthema „Gott und die Götter“. Zunächst wird im Schicksalslied Friedrich Hölderlins (250. Ge-burtstag in diesem Jahr) tragische Sicht der griechischen Götterwelt und das entsprechende Men-schenbild erfahrbar. Die „Vier ernsten Gesänge“ konfrontieren mit dem Gott der Bibel, greifen aber zunächst das düstere Menschenbild Hölderlins auch in diesem Kontext auf, bevor mit dem Hohenlied der Liebe eine versöhnende Wendung eintritt. Damit ist inhaltlich Larssons Werk vorbereitet, das – wieder im griechisch-mythologischen Kontext – die liebende Zuwendung zum Nächsten als den tiefen Sinn göttlicher und menschlicher Existenz besingt.

Larssons Werk ist in Deutschland weitgehend unbekannt, in Skandinavien hingegen durchaus popu-lär. Seine impressionistisch fundierte Klangsprache greift auf Elemente der Volksmusik und eine ein-prägsame Rhythmik zurück, sodass ein Personalstil entsteht, der sich bei der Vertonung des Gedich-tes von Hjalmar Gullberg eindrucksvoll entfalten kann.

Die Aufführung erfolgt unter den Einschränkungen von „Corona“: Der Chor wird nicht in voller Beset-zung singen können; die Orchesterfassungen der Werke sind reduziert; es wird nur eine einge-schränkte Publikumsgröße möglich sein.

Nummerierte Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 18 € (AK 20 €), für Schüler und Studenten nur 5 €. Sie sind erhältlich bei Bücher Beckmann, beim Werne Marketing und auch im Gemeindebüro.