Hier warten auf Euch jeden Tag Bilder, Anregungen und/oder Texte rund um diese besondere Zeit!  

Wir wünschen Euch eine schöne und besinnliche Adventszeit! 

1. Advent  ihr befindet Euch mitten im Stall von Bethlehem. 

Noch ist es hier leer. Obwohl, nur fast, denn der Wind pfeift hier ordentlich durch die Ritzen und wenn man genau hinhört, dann singt er auch:  

Ein erstes Lichtlein brennt,
Im Advent, im Advent.
Ein Erstes Lichtlein brennt,
Im Advent, im Advent.
Ich schaue in den Kerzenschein, er leuchtet in die Welt hinein.
Ein Erstes Lichtlein brennt,
Im Advent, im Advent. (Detlef Jöcker)  

Mögen wir dieses Licht sehen und deutlich spüren wie den Wind auf unserer Haut.  

Möge es sich verbreiten wie im Sturm.  

Und möge es zugleich wie ein leises, zartes Säuseln unsren Herzen Wärme und Frieden bringen!  

 30. November – streng genommen gilt der Adventskalender also erst ab morgen, aber auch heute schon leben wir im Advent. Nun denn:

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
Es kommt der Herr der Herrlichkeit,
Ein König aller Königreich,
Ein Heiland aller Welt zugleich,
Der Heil und Leben mit sich bringt;
Derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
Mein Schöpfer reich von Rat.
(eg 1,1)

 

 Türen und Herzen für Gott weit zu öffnen – darum geht es im Advent. Gott will bei uns einziehen!

Niemand ist ihm dafür zu groß oder klein, zu dick und zu dünn, zu traurig oder fröhlich, zu glatt oder zu eckig.

Also, falls Du es noch nicht längst getan hast –

wann steht ihm auch Deine Tür offen?

1. Dezember

Heute öffnen wir das erste Türchen am Kalender. Eine besondere Zeit bricht an. Auch in diesem Jahr, gerade in diesem Jahr.

Vieles wird in diesem Jahr anders sein, aber anders kann ja auch schön sein oder wir machen es uns zumindest so schön es eben geht!

Was schön ist oder als schön empfunden wird, liegt freilich im Auge des Betrachters.

Und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht oder gerade trefflich streiten. Wie dem auch sei. Wir machen uns diese Zeit, so schön es eben geht, aber das Schönste ist doch eigentlich:

Gott kommt so oder so – in unsere heimelige „heile“ Welt und in  kitschige Kulissen, er schaut hinter die Fassaden und sucht uns selbst in den Trümmerhaufen unseres Seins. Vor ihm brauchen wir nichts beschönigen oder schön reden. Und dass bei der derzeitigen Großwetterlage – sind das nicht schöne Aussichten?

wann steht ihm auch Deine Tür offen?

2. Dezember

Umfrage: Wie riecht der Advent?

Der eine gerät bei der Frage direkt ins Träumen und Schwärmen: nach frischer Tanne natürlich und Mandarinen, nach Zimt und Nelken, Lebkuchen und Glühwein.

Die andere winkt dagegen gleich ab: seit Monaten rieche ich nur noch Seife und Desinfektionsmittel.

Ochs und Esel können mit der Frage nicht viel anfangen, aber eines steht für sie fest: es gibt nichts über den Geruch frischen Heus.

Und in welcher Gerüchteküche mische ich am liebsten mit?

3. Dezember

Vom Schenken …

Eine Möhre geht um die Welt … na gut nicht ganz, aber in einer Kindergeschichte findet ein Häschen zwei Rüben. Eine frisst es, die andere möchte sie dem Reh verschenken. Das ist aber schon satt und so verschenkt er die Rübe weiter ans Wildschein, aber auch das ist satt und so wird das Rübengeschenk schließlich von vielen Tieren weitergetragen, bis es letztlich wieder beim Häschen landet.  (nach „Häschen Weißohr und die Rübe“ aus Engel, Hase, Bommelmütze)

Schenken heißt: ich bin bereit, etwas von mir herzugeben!

Schenken heißt in diesem Fall aber auch: durchs Schenken werde ich letztlich selbst beschenkt. Wenn ich etwas an andere abgebe, macht mich das nicht unbedingt ärmer.

3. Dezember: Barbaratag

Geh in den Garten am Barbaratag. Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag: Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit. Der Winter beginnt, der Frühling ist weit. Doch in drei Wochen, da wird es geschehn: Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön. Baum, ein Zweig gib du mir von dir. Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir: Und er wird blühen in seliger Pracht mitten im Winter in der heiligen Nacht. (Josef Guggenmoos)

Heute ist Barbaratag. Der Legende nach starb Barbara für ihren Glauben. Auf dem Weg zum Gefängnis verfing sich ein Kirschzweig in ihrem Gewand. Am Tage ihrer Verurteilung zum Tode blühte er – als Zeichen der Hoffnung und Zukunft auf ein Leben nach dem Tod. Wenn wir heute Kirschzweige in die Vase stelle, blühen sie (rund um Weihnachten) auch uns als ein Zeichen der Hoffnung: Wir warten im Advent auf Gottes Sohn. Er schenkt uns Leben und Zukunft – im hier und jetzt und darüber hinaus.

5. Dezember: Monatsspruch

Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! (Jes 58,7)

Jede und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Gerade in diesem Jahr. Außerdem sollen wir auf Abstand leben. Dennoch darf uns der Nächste nicht egal sein, mit all seinen kleinen und großen Päckchen, all seinen Lasten, die schwer auf ihn liegen. „Auf Abstand“ gehen und trotzdem „mit Abstand“ (also: besonders gut) aufeinander Acht geben. Das ist eine besondere Herausforderung dieses Jahr! Nehmen wir die Challenge an?

6. Dezember: 2. Advent und Nikolaus

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
Runzlig, punzlig anzuschau’n.

Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.

Komm bald wieder in dies’ Haus
guter alter Nikolaus.

Weihnachten ist wie eine Nuss, die es zu knacken gilt. Der Kern verheißt Liebe und Friede. Aber um an ihn zu kommen, müssen wir ihn erst einmal von der harten Schale befreien. Von allem Prunk, von aller Oberflächlichkeit und Hartherzigkeit und Engstirnigkeit.

Für Kinder:

Bei den Mäusen ist was los!

Wie viele Mäusekinder zählst du?

Welcher Stern an der Girlande gefällt dir besonders gut?

Welche Farben haben die Kugeln am Baum?

Was essen die Mäuse?

Für Kinder: Nikolaustag

Aus dem Fenster schau ich raus,suche nach dem Nikolaus.(Mit den Händen ein Fenster andeuten und suchend durch dieses “Fenster”)

Ist das seine Zipfelmütze?(Mit den Händen eine Zipelmütze andeuten.)

Nein, das ist die Kirchturmspitze!

Sieht das wie sein Rucksack aus?(Mit den Händen einen schweren Rucksack andeuten.)

Nein, es ist der Baum vorm Haus!

Dort sein Bart so lang und weiß….. (Mit den Händen einen langen Bart andeuten.)

Ist ein Zapfen ganz aus Eis!

Sieh doch nur die Stiefel an! (Mit den Füßen stampfen.)

Sie gehör’n dem Nachbarsmann.

Doch da winkt mir einer zu! (Winken) Nikolaus, ja das bist du!

7. Dezember: Zu Psalm 24

Macht die Toren weit und die Türen in der Welt auf.

Lasst die Achtung neu einziehen in die Welt:

Ist Gott nicht gekommen, unscheinbar in einem Kind, damit wir die Achtung neu lernen?

Lasst die Hoffnung neu einziehen in die Welt:

hat Gott sie nicht neu entzündet in uns?

Lasst die Gerechtigkeit neu einziehen:

vor Falschheit aber haltet die Tür fest verschlossen.

Lasst Menschen zueinander finden, sich menschlich begegnen.

Dazu brecht die Riegel und Schlösser aus.

Macht die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe.

8. Dezember

Es wird nicht immer dunkel sein – so klingt seit alter Zeit das Wort der Hoffnung heil hinein in Menschentraurigkeit. Und halten auch die Hirten noch im Finstern ängstlich Wacht,

hat doch Gott schon den Himmel aufgemacht

in der Nacht, hat doch Gott schon längst den Himmel aufgemacht

(Manfred Siebald)

Gott ist schon da, mitten unter uns. Sein Sohn ist schon längst aus himmlischen Spähren in unsere bescheidene Welt hinabgestiegen. Gott hat sich schon längst auf uns und mit ein eingelassen. Nutzen wir den Advent, uns auch auf Gott einzulasse